Übungsreihe für Weihnachten

Weihnachten rückt mit großen Schritten näher und somit auch für viele mehr Stress, mehr Essen und viele Verwandtschaftsbesuche.

Wenn dein Verdauungsapparat mit zu viel, zu schnellem Essen und schwer verdaulichem Essen belastet ist, habe ich hier eine kleine Übungsabfolge für dich bereit.

 

Diese Sequenz regt dein Verdauungsfeuer an und unterstützt deinen Darm. Wichtig wäre natürlich vorher schon mit Maß zu Essen (im Ayurveda heißt es den Magen nur zu 2/3 zu füllen und nur soviel zu essen wie es in unsere beiden Hände passt und natürlich gut kauen)

 

Atemübung zum Vorbereiten:

Beginne mit einer kleinen Atemübung um dich auf die Sequenz einzustimmen und deinen Körper und deine Atmung wahrzunehmen. Spüre einmal in deinen Bauch hinein und beobachte dann wie dein Atem von alleine kommt und geht. Bleibe mit voller Aufmerksamkeit bei deinem Atem und versuche dann ganz ohne Spannung noch tiefer zu atmen. Atme in deinen Bauch und dann weiter nach oben zum Brustkorb. Atme und stelle dir dabei vor wie sich dein Oberkörper kuppelförmig ausdehnt. Deine Bauch dehnt sich nach vorne zur Seite und nach hinten, dann dehnen sich deine Rippen und dein Brustkorb zu allen Seiten. Atme dann langsam aus und senke zuerst dein Schlüsselbein, den Brustkorb und ganz zum Schluss ziehe deinen Bauchnabel nach innen und oben und deine Sitzbeinhöcker zueinander. 

 

Yogaatumung Kapalabhati  (nur für Fortgeschrittene)
bitte nicht am Abend praktizieren, da es sehr wach macht. 

Kapalabhati reinigt den Atemapparat. Die Atemmuskulatur, Bauchspeicheldrüse , Leber und Milz werden gestärkt, die Bauchorgane werden massiert. Auch für die geistige Verfassung ist Kapalabhati hilfreich. Es bringt Klarheit und weckt deinen Organismus auf.

 

  1. Bringe dich in eine aufrecht Sitzposition. Becken aufrecht, Wirbelsäule lang, Schultern entspannt. Die Krone des Kopfes zieht nach oben. Schließe deine Augen. Atme für ein paar Atemzüge tief ein und aus. Lege dann eine Hand auf den oberen Bauch und atme sanft ein.
  2. Atme dann über die Nase sehr kraftvoll aus und ziehe deinen Bauch nach innen und oben. (Der Bauch geht spürbar nach innen)
  3. Danach wird ganz automatisch eingeatmet. Die Einatmung kommt von ganz allein und der Bauch geht zurück in die Anfangsposition.
  4. Atme so kraftvoll für 20 – 30x aus. Das ist eine Runde. Das Tempo bestimmst du,  es sollte aber nicht zu langsam sein, so dass die Einatmung wirklich nur kurz ist.
  5. Achte darauf, dass nur deine Bauchmuskeln arbeiten. Die anderen Muskeln bleiben entspannt, vorallem auch das Gesicht.
  6. Nach jeder Runde atmest du tief aus und atmest dann ein und hältst deinen Atem für einen kurzen Moment. Spüre in deinen Brustkorb und Bauch hinein und atme dann tief und vollständig aus.
  7. Wenn dein Atem wieder ruhig fließt kannst du eine neue Runde starten, beobachte dazwischen deinen Atem ohne in den Atemprozess einzugreifen. (wiederhole für 3 Runden) 
  8. Halte dir Taschentücher bereit ;) 

 

Katze Kuh

  1. Komme in den Vierfüßlerstand. Finger gut gespreizt, das Gewicht verteilt auf die Hände (nicht nur am Handgelenk) Hände unter den Schultern. Atme aus. Drücke deine Wirbelsäule nach oben, Kippe dein Becken nach hinten, dein Kinn zur Brust, Sitzbeinhöcker zueinander ziehen und Bauchnabel nach innen und oben.
  2. Atme ein. Strecke deine Wirbelsäule, ziehe deine Schulterblätter nach hinten zusammen, hebe deinen Kopf. Kippe dein Becken nach vorn
  3.   Dann wieder ausatmen. Siehe 1

 

Diese Übung macht deine Wirbelsäule flexibel, wärmt gut auf und stärkt deine Rücken und Bauchmuskeln.

 

Hund

  1.   Vom Vierfüßler stelle deine Zehen auf, verankere deine Hände fest im Boden (Speziell Daumen und Zeigefingerballen) und schiebe dann dein Gesäß nach hinten und oben – die Wirbelsäule bleibt lang. Wenn du die Knie beugst, können sich die Muskeln an der Oberschenkelrückseite entspannen, so bleibt dein Rücken lang gestreckt. Wenn du sehr flexibel bist, lasse deine Beine gestreckt. Wichtig ist das deine Wirbelsäule lang bleibt und dass das Gesäß nach oben strebt. Der Kopf ist entspannt, der Nacken lang.
  2. Schaue dass deine Hände und Arme fest und stabil sind. Die Schultern weg von den Ohren, dabei aber die Schultergelenke aktiv halten.
  3. Atme langsam und tief. Versuche mit jeder Ausatmung deine Sitzbeine noch weiter nach oben streben zu lassen und lass deine Wirbelsäule lang. Bleibe für 5 Atemzüge in dieser Haltung. Dann senke deine Knie zum Boden, bringe die Fußrücken auf den Boden und setze dich zurück auf deine Füße, dein Oberkörper auf die Matte und komme in die Kindeshaltung. 

 

Sonnengruß  - wenn du mehr Zeit zum Üben hast

 

Eine Übung, die Körper, Geist und Seele aktiviert. Hervorragend um den Kreislauf anzuregen und neue Lebensenergien zu bekommen. Körper und Geist werden aufgeweckt, gedehnt und gestärkt. 

 

Hier erfährst du warum du den Sonnengruß täglich üben solltest. 

 

Wenn du den Sonnengruß oder Yoga intensiver für dich entdecken möchtest, dann melde dich für einen Kurs an. Termine findest du hier

Twist

  1. Komme in eine sitzende Haltung, Beine ausgestreckt, Becken aufgerichtet. Beuge dein rechtes Bein und stelle deinen Fuß neben den linken Oberschenkel.Platziere deine rechte Hand hinter der rechten Gesäßhälfte
  2. Beim Einatmen strecke deinen linken Arm weit nach oben und länge noch einmal deine Wirbelsäule. Beim Ausatmen drehe dich nach rechts zum Oberschenkel und bringe deinen linke Hand zum rechten Knie. Die Wirbelsäule bleibt gestreckt.
  3. Mit jeder Einatmung versuche noch länger zu werden. Schultern entspannt.  Wenn du magst schließe deine Augen und spüre hinein. Wenn du das Gefühl hast du kannst dich noch weiter drehen, dann versuche mit der nächsten Ausatmung noch tiefer in die Drehung zu kommen, achte dabei auf die Länge deiner Wirbelsäule und schau das dein Becken gerade und dein Beckenboden aktiv bleibt.

 

Schulterbrücke

  1. Leg dich auf den Rücken, deine Beine leicht angewinkelt, deine Füße hüftbreit auseinander. Die Hände entspannt neben deiner Hüfte, Handflächen zeigen nach unten. Schultern liegen am Boden
  2. Bringe dein Gewicht auf die Füße und hebe langsam dein Becken an. Deine Oberschenkel sind stark und deine Füße fest im Boden verankert.
  3. Hebe jetzt dein Becken langsam an, indem deine Brust sich deinem Kopf entgegen bewegt. Deine Oberschenkel bilden eine Linie mit deinem Oberkörper. Dabei spannst du deine Oberschenkel, Knie, Waden und Gesäßmuskeln an. Deine Bauchmuskeln bleiben locker.
  4. Bleibe für 5 tiefe Atemzüge in dieser Haltung.  Atme  ein, bewege die Ellbogen ein bisschen auseinander und lasse deine Hüfte langsam wieder auf den Boden sinken.

 

Kind 

  1.  Komme in den Vierfüßlerstand. Deine Knie liegen so weit auseinander wie es dir angenehm ist. Fußrücken am Boden und die großen Zehen berühren sich. Der Oberkörper liegt zwischen oder auf den Oberschenkeln und die Strin am Boden. Deine Arme entweder nach vorne ablegen oder neben deinen Beinen nach hinten.
  2. Die Kindeshaltung ist ein Ort an dem du dich zurückziehen kannst und andem du Kraft tanken kannst. Wie ein Kind im Mutterschoß, du kannst dich getragen fühlen und deiner Atmung lauschen. 

 

Wenn du mehr über Yoga wissen willst und du Unterstützung bei der Ausführung brauchst, startet im 2019 wieder ein neuer Kurs. Für nähere Infos bitte bei mir melden oder auf meiner Homepage vorbei schauen. www.lilayoga.at

 

Ich freue mich auf DICH!

 

Namasté  Katrin 

 

Angst

Angst ist Unwissenheit

Viele Ängste regieren unser da sein. Angst dass etwas Furchtbares passiert, Angst vor Krankheit, Angst vor Spinnen, Angst vor Versagen, Angst vor der Meinung anderer…

 

 

Angst entsteht aber nur in unseren Köpfen durch unsere Gedanken. Je mehr wir vertrauen und wir selbst sind, desto weniger Angst haben wir.

 

Im Yoga ist Angst ein negativer Geisteszustand (Vritti) und gründet in Unwissenheit. Unwissenheit führt zu Angst. Angst raubt dir Energie und erzeugt Sorgen, Verwirrung und teilweise sogar Hass auf andere (z.B. weil wir fürchten jemand könnte uns etwas nehmen) Im Yoga wird Angst durch die Auflösung des Ego immer weniger. Es wird versucht immer weniger an Dingen anzuhaften.

 

Angst zu haben strengt an und  ist Stress für den Körper. Wenn wir Angst haben, können wir kaum klar denken, der Körper reagiert im Automodus. Ausserdem spannt sich der Körper an, die Atmung wird flach, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck schnellt in die Höhe… Wir sind im Kampf bzw Fluchtmodus und können nicht regenerieren.

 

Um der Angst zu entkommen ist es wichtig in die Gegenwart zu kommen, sich selbst wahrzunehmen.  Da hilft Yoga ganz besonderes. Wer gewohnt ist Atemübungen zu machen, kann sich damit ganz bewusst in die Gegenwart bringen, oder durch Meditation ganz bewusst den Fokus auf den Körper richten. Je öfter wir üben, desto leichter fällt es uns schneller umzuschwenken und auch die Achtsamkeit dafür zu bekommen was in unserem Kopf vorgeht und einzulenken.

 

Im Yoga geht es eben nicht nur um Körperübungen sondern darum ein erfüllendes, befreites Leben zu führen.

 

 

 

Namasté

 

Sonnengruß

Der Sonnengruß - eine der berühmtesten Übungen im Yoga

Der Sonnengruß (Sanskrit: Sūrya Namaskāra) ist ein Abfolge verschiedener Asanas, die in dynamischer Folge mehrmals wiederholt werden. Traditionell wurde der Sonnengruß am frühen Morgen mit Blick zur Sonne praktiziert, um sich bei der Sonne zu bedanken, ohne die es auf der Erde kein Leben geben würde.

Der Sonnengruß hat einen aktivierenden, stärkenden aber auch gleichzeitig entspannenden und meditativen Effekt. Er kann sowohl morgens als auch abends geübt werden. Am Morgen bringt er aber so richtig viel Schwung und sorgt für einen tollen Start in den Tag. Körper und Geist werden aufgeweckt, gedehnt und gestärkt.

 

Investiere jeden Morgen 7 – 10 Minuten und du wirst einen Unterschied fühlen.

 

 
Warum solltest du den Sonnengruß jeden Tag üben? Dafür gibt es jede Menge Gründe:

 

1.   Die regelmäßige Praxis des Sonnengrußes hält fit, fördert die Durchblutung, regt den Kreislauf an, sorgt für körperliches Wohlbefinden und stärkt dein Immunsystem.

 

2.   Die Stärkung der gesamten Muskulatur verbessert die Körperhaltung und auch die Beweglichkeit deines Körpers.

 

3.   Der Sonnengruß steigert die Kreativität und du bekommst mehr Zugang zu deiner Intuition.

 

4.   Verbessert die Atmung und gleichzeitig kommt durch den regelmäßigen Atemrythmus der Geist zur Ruhe. Jede Bewegung kann und soll durch eine Einatmung, Ausatmung oder Atempause begleitet werden. So werden Bewegung und Atem eins. (Meistens wird eingeatmet wenn wir uns strecken und ausgeatmet wenn es zu einer Vorbeuge oder Drehung kommt). Durch den Fokus auf die Atmung bei der Bewegung wird auch die Sauerstoffversorgung deiner Muskeln verbessert.

 

5.   Die Verdauung wird angeregt. Die Organe werden durch die tiefe Atmung und Bewegung beeinflusst und angeregt. Diese Bewegung wird über Faszien übertragen und alles in unserem Körper ist verbunden. Spannungen können sich lösen und die Organe werden besser versorgt und durchblutet und ein besserer Nährstoffaustausch findet statt. Der Verdauungsapparat wird angeregt und Verstopfungen können sich lösen.

 

6.   Stressreduktion und Einfluss auf die Hormone

 

7.   Schmerzlinderung durch die Dehnung und Aktivierung der Muskeln. Die Muskeln werden flexibler und geschmeidiger. Du bekommst mehr Beweglichkeit und kannst dich auch im Alltag wieder leichter bewegen. Die Muskelgruppen werden ausgeglichen und deine Haltung verbessert sich. (Wirbelsäule wird gestreckt, Rückenmuskeln werden gestärkt, Arm und Beinmuskeln werden gedehnt und gestreckt, gleichzeitig aber aktiviert und gestärkt.) Du bekommst ein Gleichgewicht zwischen Muskelanspannung und Muskelentspannung)

 

8.   Du brauchst keine Ausrüstung dazu und kannst den Sonnengruß überall üben. Am Morgen ist er ideal um frisch und voller Energie den Tag zu starten, am Nachmittag kannst du dir einen Energieschub holen und am Abend kann er bei Schlaflosigkeit helfen, müde Glieder und Verspannungen lösen und blockierte Energien wieder frei setzen. Die Wiederholungen des Sonnengrußes, die Intensität der Übungen und die Länge der Haltungen sind variabel und du kannst sie jeden Tag an deine körperliche Verfassung anpassen. Somit für jeden Menschen und jeden Tag zu üben, weil es so viel Variationsmöglichkeiten gibt. Ideal wäre es natürlich den Sonnengruß mit anderen Yogahaltungen zu kombinieren um rundum flexibel und fit zu werden.

Ein Tipp für Anfänger:

Zum Lernen übe zunächst eine Stellung ( Asana ) nach der anderen und lass dir die Übungen auch einmal von einem Yogalehrer zeigen, um Fehlhaltungen zu vermeiden. Dann probiere, den Atem mit der Bewegung zu verbinden. Atme dabei sehr tief in den Bauch und am besten durch die Nase ein und aus. Beginne mit 4 Runden. Erhöhe die Anzahl der Runden jede Woche um 1, bis Du 12 Runden hintereinander üben kannst.

 

Der Sonnengruß: Eine Übung, die Körper, Geist und Seele aktiviert. Hervorragend, um den Kreislauf anzuregen und neue Lebensenergien zu bekommen.

 

Wenn du den Sonnengruß regelmäßig in deinen Alltag integrierst, schaffst du dir ein persönliches Ritual für mehr Achtsamkeit. Atemzug um Atemzug.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Üben!

 

Namasté Katrin

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Ausrichtung der hände im yoga

schützt eure Handgelenke!

nur ein kleiner Beitrag, der aber so wichtig ist um unsere Handgelenke zu schützen.
Meistens lagern wir das Gewicht nur auf unsere Handgelenke und bekommen somit Schmerzen. Wenn du aber das Gewicht schön verteiltst und diese Punkte beachtest, schützt du dich vor Schmerzen und Überanstrengung in deinen Handgelenken.

 

Hier eine kleine Anleitung wie wir das Gewicht schön verteilen.

Am Anfang ist es oft noch schwierig, gerade weil man vielleicht auch mit den Übungen zu tun hat. Je öfter du dir aber dieser Ausrichtung bewusst wirst, desto leichter wird es...

 

Viel Spaß beim Üben

 

Lg Katrin

 


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9 Mythen über Yoga

9 Mythen über Yoga

An Yoga scheiden sich die Geister und wer kennt sie nicht diese gewissen Vorurteile über Yoga.

Bei Yoga musst du gelenkig sein. Yoga ist eine Religion und noch viele mehr.

Heute schreibe ich über ein paar Mythen die manche davon abhalten einen Yogakurs zu besuchen.

 

yoga ist eine religion

Yoga ist keine Religion und du kannst jede Glaubensrichtung haben und Yoga praktizieren. Es gibt im Yoga alte Schriften, die jedoch nichts mit Religion zu tun haben oder dir sagen du sollst an etwas Bestimmtes glauben. Einige glauben dass Yoga mit Hinduismus oder Buddhismus zu tun hat, was aber nicht stimmt. Yoga ist ein Erfahrungsweg. Er sagt: Probiere selbst aus, erfahre und lasse so dein eigenes Wissen entstehen. Es geht auch darum sich selbst und andere zu beobachten und einen guten Umgang miteinander zu haben und ich denke dass sich das mit jeder Religion vereinbaren lässt.

Religion im Sinne des Wortes – religere = verbinden ist Yoga tatsächlich. Yoga verbindet uns mit uns selbst und Yoga bedeutet auch Verbindung von Körper und Geist. Die Bedeutung von Yoga im Sanskrit ist auch anjochen und verbinden.

Für Yoga muss man schlank und gelenkig sein

Wahrscheinlich siehst du wenn du über Yoga liest immer irgendwelche sehr gelenkigen und schlanken Frauen und du denkst dir, dass schaffe ich sowieso nicht, für Yoga muss man flexibel und schlank sein. Gelenkigkeit und Flexibilität ist keine Voraussetzung im Yoga. Die Übungen die du in den Zeitschriften siehst, sind nur für sehr fortgeschrittene Yogis und werden auch nicht in Anfängerkursen praktiziert. Im Yoga geht es schon um Flexibilität, aber es geht darum deine eigene zu verbessern. Deshalb ist es gerade für ungelenkige Menschen sehr empfehlenswert. Egal mit welchen Voraussetzungen du kommst, es gibt für jede Übung verschiedene Variationen und bei den Anfängerkursen werden sowieso nicht so starke Verrenkungen gemacht. Es gibt auch viele die Hypermobil und sehr flexibel sind, aber deswegen auch üben müssen um die Kraft und Stabilität zu bekommen. Das heißt Yoga ist eine Herausforderung für sehr gelenkige aber auch für jeden der nicht gelenkig ist. Im Yoga geht es auch darum den Atem mit der Bewegung zu verbinden und das eigene Ego zu schrumpfen und nicht besser sein zu wollen als vielleicht der Nachbar auf der anderen Matte. Es geht im Yoga nicht um Wettbewerb, sondern darum sich selbst so anzunehmen wie man ist und die eigenen Grenzen wahrzunehmen. Und mit regelmäßiger Übung und Disziplin wirst du merken wie sich deine Stärke und Flexibiltät verbessern ganz ohne dich anzustrengen und dich und deinen Körper zu überfordern.

Alle yogis sind vegan

Es gibt viele Yogis die sich vegan oder vegetarisch ernähren. ABER: Um Yoga praktizieren zu können musst du nicht vegan werden. Es geht im Yoga darum bewusst und achtsam zu leben und somit ist für viele die vegetarische bzw. vegane Ernährung ganz logisch. Für viele aber auch nicht und jeder soll so leben wie es für ihn gut ist. Meine persönliche Meinung ist, man sollte sich trotzdem einmal damit beschäftigen, woher das Fleisch kommt und sich auch bewusst über die Tierhaltung sein und dass durch dieses Fleisch ein Tier für mich hat sterben müssen. Eventuell den Fleischkonsum bewusster  gestalten. Mein Grund warum ich kein Fleisch esse: Ich könnte mir selbst dieses Tier nicht umbringen. Ich verurteile aber niemanden der Fleisch isst, denn jeder trifft für sich selbst die Entscheidung. Und wer ein gutes Gefühl beim Essen hat der soll sein Fleisch auch genießen.


yogis sind hippies

Vielleicht wirkt es manchmal durch die bunten und farbenfrohen Yogahosen, das heißt aber nicht dass man dewegen ein Hippie ist. Ich liebe meine bunten Leggings und würde sie auf keinen Fall hergeben. So etwas farbenfrohes und buntes trage ich aber auch nur beim Yoga. In der Freizeit bin ich ganz normal gekleidet. (Aber was heißt schon normal, da ist man schonwieder komplett in der Bewertung…, wer sagt denn was normal ist und was nicht? Nur weil 80% der Menschen so angezogen sind ist es normal? Im Yoga geht es auch darum, andere Dinge nicht mehr zu bewerten und jeden so sein zu lassen wie er ist. Und Außerdem was sind Hippies --> auch wieder ein Schubladendenken und komplette Bewertung…)


yoga ist langweilig, da schlafe ich ein

Es kann dir passieren dass du einschläfst, aber nur am Ende bei der Schlussentspannung, vorher wohl kaum. Die Übungen fordern deinen ganzen Körper und es ist nicht nur Dehnung. In jeder Übung wird der ganze Körper mitbeansprucht, auch wenn es von außen vielleicht ganz leicht ausschaut. Das Ziel ist natürlich nicht, dass du bei der Endentspannung einschläfst, aber wie schön ist es, wenn du dich so entspannt fühlst, dass du in so kurzer Zeit unter fremden Leuten einschlafen kannst? Manchmal kann es auch ein Schlafdefizit sein – und dann passt das auch so. Denn im Yoga ist immer das gut, was du gerade brauchst.


yoga ist nur etwas für spirituelle

Es gibt viele Menschen die Yoga praktizieren und mit Spiritualität nix am Hut haben. Für viele sind es rein körperliche Übungen. Ausserdem bedeutet das Wort spirituell für jeden etwas anderes. Bei manchen ist es recht negativ behaftet und andere sind vielleicht spirituell würden es aber nie so bezeichnen. Also am besten finde selbst heraus, was Yoga für dich bedeutet.   


yoga ist nur für frauen

Bei uns im Westen üben zwar mehr Frauen als Männer Yoga aus, aber Yoga wurde vor einigen tausend Jahren von Männern entwickelt. Viele der bekanntesten Yogalehrer sind Männer und in letzter Zeit gibt es sogar eigene Kurse die nur für Männer sind.
Yoga können auch schon Kinder üben, (egal ob Mädel oder Bursch) hier liegt der Fokus viel mehr am Spaß  an der Bewegung. Man baut die Übungen so ein, dass die Kinder gar nicht merken, dass sie Yoga machen. Die Kinder lernen ihren Körper besser kennen und auch ihre Sinne werden in den verschiedenen Spielen angeregt. Auch die sehr kurzen Stilleübungen zwischen den Übungen sind eine ganz wertvolle Zeit im Kinderyoga. Und wer glaubt Kinderyoga ist langweilig und für mein Kind ist das nix, weil es kann nicht ruhig sitzen, der kann sich gerne einmal eine Kinderyogastunde anschauen. Aber Vorsicht es könnte richtig laut und lustig sein.


yogis sind immer friedlich

Wenn ich mich selbst als Yogi bezeichnen kann, dann wäre ich das gerne… Oh wie unfriedlich  ich sein kann…. Natürlich gehen meine Bemühungen dahin in meiner Mitte zu bleiben, wenn ich mich über etwas aufrege, aber das heißt bei weitem nicht das ich das allzu  oft schaffe. Auch wenn ich 30min. ganz friedlich und still im Lotussitz meditieren kann heißt das nicht, dass ich immer friedlich bin und das gilt auch für andere Yogis. Jeder hat ganz normale Gefühle die man manchmal halt einfach nicht so unter Kontrolle hat, wie man sie gerne hätte. Einmal mehr einmal weniger. Stress, Sorgen, Ängste und negative Emotionen gehören genauso zum Leben dazu. Niemand ist perfekt, auch die Yogis nicht ;)


yoga macht dich zu einem guten menschen

Nur die Tatsache, dass du einen Yogakurs besuchst macht dich nicht zu einem besseren Menschen. Du kannst dich darauf einlassen, dich öffnen und Anregungen umsetzen die du im Yoga bekommst. Es kann sein, dass du durch die Übungspraxis, beginnst gewisse Dinge zu hinterfragen und bewusster zu werden, aber all das liegt nur bei dir. Yoga kann dir aber gut dabei helfen, dich zu transformieren, aber tun musst du schon selber. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen und mein Freund kann das nur bestätigen, dass seit ich Yoga regelmäßig praktiziere, ich um einiges ruhiger und gelassener bin und Dinge nicht nur von meiner Perspektive sehe und auch mehr hinterfrage. Ich versuche meine alten Muster abzulegen und ein besserer Mensch zu werden, aber das geschieht nicht von ganz allein.


Ich bin der Meinung das jeder von der Wirkung des Yoga profitiert. Vielleicht kannst du ja deine Vorurteile ablegen und dir selber einmal ein Bild machen bei verschiedenen Lehrern. Es gibt so viele verschiedene Arten von Yoga und noch mehr unterschiedliche Lehrer die unterrichten. Und auch wenn du merkst Yoga ist nichts für mich, dann ist es einfach so, aber es hat nichts mit den Vorurteilen zu tun, die so herumkursieren.

 

Namasté

 

Katrin

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Chilli con Carne vegan

Chilli con Carne vegan

Zutaten:

130g Grünkern geschrotet

130g Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 rote Chillischote nach Bedarf

Olivenöl

Salz

1- 2 Msp. Paprika rosenscharf

Thymian frisch (oder getrocknet)

1 EL Balsamico

40g Tomatenmark

500g Wasser

1 Würfel für Gemüsebrühe

500g passierte Tomaten (Polpa)

1 rote Paprikaschote gewürfelt

1 Dose Kidneybohnen

1 Dose Mais

Rezept

Zwiebel schneiden, Knoblauch und Chilli zerkleinern und dann in Öl etwas anrösten.

Grünkernschrot, Salz, Paprika, Thymian, Balsamico, Tomatenmark, Wasser, Brühwürfel, passierte Tomaten und die gewürfelte, rote Paprika dazu und 30 min bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Kidneybohnen und Mais dazu geben und noch 5 Minuten erwärmen. Dann mit Brot servieren.

 

Schmeckt auch NICHTVEGANERN und NICHTVEGETARIERN... ;)  und ist ganz schnell zubereitet!

 

Mahlzeit!


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Spinat Gnocchi mit Tomatensauce

Spinat - Gnocchi mit Tomatensauce

Zutaten

Gnocchi:

100g Spinat

500g Kartoffel (mehlig)

150g Mehl (glatt)

180g Dinkelgriess

1 Ei

40g Bergkäse

 

 

Tomatensauce:

1 Zwiebel

ca. 2-3 TL Tomatenmark

4Stk getrocknete Tomaten in Öl

1 TL Suppenwürze (Paste selbstgemacht)

1 Flasche Polpa

ca. 2 TL Agavendicksaft

1 Schuss Essig

3 dünne Schnitten Bergkäse

 

Zubereitung

Gnocchi:

Spinat in einen Topf geben, zudekcen und bei mittlerer Hitze ca. 2min. zusammenfallen lassen. (Es geht  auch mit TK Spinat).

Spinat abtropfen lassen und ausdrücken. Spinat fein schneiden, (beim TK Spinat hab nich nicht so viel geschnitten)

Kartoffel in Salzwasser weichkochen, abseihen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Masse mit Spinat, Mehl, Griess, Ei und Käse vermischen. Teig mit Salz würzen und zu Rollen formen (dm 2cm). Davon ca. 2cm dicke Scheiben abschneiden. Salzwasser aufkochen, Gnocchi darin ca. 8 Minuten köcheln.

 

Tomatensauce:

Zuerst Zwiebel anrösten. Getrocknete Tomaten klein schneiden und zu den Zwiebeln. Ebenso Tomatenmark und einen Löffel Suppenwürze . Verrühren und Polpa zugeben. Agavendicksaft und ein Schuss Essig dazu ein bisschen köcheln lassen und zum Schluss ca. 3 Schnitten vom Bergkäse dazu in die Sauce, dann nochmal 3 Minuten einkochen lassen.

 

Fertig!

 


Bei Bedarf kann man die Gnocchi vorher noch ein bisschen in einer Pfanne rösten.

Sauce und Gnocchi miteinander anrichten. Darüber hab ich dann noch ein bisschen Parmesan od. geriebenen Bergkäse gegeben.

 

Guten Appetit!

 

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Kleshas

KLESHAS, die 5 Grundleiden


Patanjali bezeichnet die Kleshas als die fünf Hauptverursacher für unser

 Leid und die innere Anspannung. Wer diese Kleshas bewusst erkennt, hat die Chance, sein Denken und Handeln besser zu steuern und eventuell auch

 zu ändern und somit sein „Leid“ zu reduzieren.

 

AVIDYA – Unwissenheit

 

Avidya bedeutet Unwissenheit oder falsches Wissen und ist nicht nur die Hauptursache für viel Leid, sondern auch die Basis für die vier anderen Kleshas. Unwissenheit ist falsche oder subjektive Wahrnehmung. Der Geist interpretiert automatisch bestimmte Situationen aufgrund unserer ganz eigenen individuellen Erfahrungen und für uns ist diese Interpretation dann die Wahrheit. Damit unterliegen wir immer wieder Täuschungen, falschen Erwartungen und viel Nebensächliches wird überbewertet.

 

 

 

ASMITA – Egoismus

 

Asmita bezieht sich auf das Ego und bezeichnet die falsche Selbsteinschätzung. Und zwar nicht nur übermäßigen Stolz, sondern auch Minderwertigkeitsgefühle und Selbstmitleid. Beides führt dazu, sich selbst zu wichtig zu nehmen und andere übertreffen zu wollen - sei es, um mit der eigenen Leistung oder mit dem eigenen Leiden hervorzustechen.

 

 

 

RAGA – Anhaftung

 

Raga ist der Wunsch nach Bedürfnisbefriedigung, nach Festhalten, nach „Habenwollen“. Hier spielen auch vergangene Erfahrungen eine Rolle – die guten Erfahrungen, das Glücksgefühl, das man unbedingt immer wieder haben möchte. Raga ist das Bedürfnis, das nie befriedigt wird und immer mehr will. (Mehr als wir brauchen und mehr als uns gut tutà z.B. zu viel Essen, Konsumverhalten, Arbeitssucht etc.). Raga ist auch Anhaften an schöne Erinnerungen und die Vorstellung, dass Freude nur unter bestimmten Bedingungen möglich ist.

 

 

 

DVESHA – Abneigung

 

Dvesha ist das Gegenteil von Raga: das Ablehnen von Dingen oder Menschen, mit denen man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Einmal gefällte Urteile werden zu fixen Tatsachen, die uns daran hindern, offen zu sein.  Neues wird abgelehnt und an Altem wird zwanghaft festgehalten. Durch Dvesha (wie auch durch Raga) sind wir nicht in der Lage ohne Vorurteile zu handeln – die Vergangenheit lenkt unser ganzes Tun.

 

 

 

ABHINIVESHA – Furcht

 

Hinter Abhinivesha verbergen sich Angst und Ungewissheit, Furcht, Zweifel, Panik. Abhinivesha ist von allen Kleshas das mit der stärksten Wirkung. Es lähmt den Geist und macht ihn unfrei. Diese Angst basiert nicht auf einer Erfahrung, sondern auf der Annahme, dass womöglich etwas schiefgehen könnte. Dahinter steckt auch die Todesangst – wir wissen nicht was nach dem Tod geschieht- Ungewissheit.

 

 

Kleshas können nur schwierig überwunden werden, aber wenn wir sie bewusst erkennen, können wir daraus lernen und damit umgehen. Wir können uns die Frage stellen: Wo kommen die Ängste her? Was lösen sie aus? Wie gehe ich damit um? Auch Yoga kann helfen mit den Kleshas besser umzugehen. Wir üben uns in Geduld und Reflexion.

 

 

 

Do It yourself, senf

Senf selbstgemacht

Ich brauche zwar nicht viel Senf, aber für ein gutes Salatdressing zum würzen, ist Senf schon eine feine Sache! Und warum nicht mal selber herstellen? Mich fasziniert hinterher immer, dass es so wenig Aufwand ist und ich frage mich dann, warum ich nicht vorher schon mal auf die Idee gekommen bin, soetwas selbst zu machen!!!

Wer zu allem seinen Senf dazu gibt, kommt in Verdacht ein Würstchen zu sein.

Rezept

200g gelbe Senfkörner 

200g Wasser 

250g Essig 

40g Kräuter 

2TL Salz 

70g Agavendicksaft

1 -2 EL Olivenöl

Zubereitung

Senfkörner fein mahlen. Wasser dazu und verrühren, dann 15 min. quellen lassen. 

Essig, Kräuter, Salz und Agavendicksaft dazu. Wieder verrühren und ca. 6min. Bei 80grad (st.5 thermomix)  

ca. 30min.  abkühlen lassen. Zum Schluss 1 -2 EL Olivenöl auf den geschlossenen Deckel (Thermomix) und (40sec. /Stufe 3) unterrühren. 

In Gläser füllen, fest verschließen und im Kühlschrank aufbewahren. 

Nach ca. 2wochen ist der Senf reif. 3 Monate im Kühlschrank haltbar. 

 


Namaste und gutes Gelingen!!!

 

Katrin

 

Wenn dir das Rezept gefällt und dir der Senf schmeckt, freue ich mich über einen Kommentar!

 

 

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Meditation

eine altbewährte Methode

Seit Jahrtausenden in vielen verschiedenen Traditionen bekannt. Yoga, Buddhismus, Zen und auch im Christentum. Alle betonen, dass das  wahre Leben nicht im Außen, sondern im Innen zu finden ist. Egal was wir versuchen, im Außen zu finden (Konsum, Anerkennung, …), es wird uns nur kurzfristig Spaß bereiten und uns auf die Dauer nicht mit Glück erfüllen können. Wir können unsere Realität nur im Inneren ändern um unser Glück zu finden.


 Die Forschung unserer Zeit beweist, dass Meditation Körper, Geist und Seele vorteilhaft verändert. Die  Neurobiiologie zeigt, dass Meditation die Hinrwellen verändert und somit messbar ist. Der Herzschlag verlangsamt sich, der Atem fließt ruhiger und die Muskulatur entspannt sich.

Meditaton verändert nicht die Realität des Lebens, aber sie lehrt dir, dass du es selbst in der Hand hast, wie du mit deiner Realität umgehst.

Je mehr du deinen Geist kennen und beruhigen lernst, desto leichter fällt es dir, im täglichen Leben entspannter und gelassener mit dem umzugehen, was dir begegnet. Egal, wie unvorbereitet du bist.

Um das Meditieren zu lernen, brauchst du Geduld und Ausdauer. Es passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist nur in kleinen Schritten zu erreichen.

 

Der Kern einer Meditation ist, dass du alles beobachtest und wahrnimmst ohne, dass du darauf reagierst.

 

 

Unruhe während der Meditation?

 

Meistens wenn der Körper ruhig wird, beginnt dein Geist zu zappeln und die Gedanken überstürzen sich: innere Bilder, Erinnerungen, To Do Listen, Zukunftspläne und viele andere Dinge.

Wenn wir still sind, wird die Unruhe unserer Gedanken sichtbar und nicht mehr durch körperliche Aktivitäten überdeckt. Hier ist unsere Chance, jetzt haben wir Zeit unseren Geist zu beobachten.

 

Viele haben den Eindruck gar nicht meditieren zu können, weil sie es nicht schaffen gedankenlos zu sein. Aber das können auch nur ganz wenige Menschen. Es geht eher darum die Gedanken zu beobachten oder wie Wolken vorbeiziehen zu lassen ohne bei irgendeinem Gedanken fest zu hängen.  Du kannst den Geist auch dadurch ablenken, indem du dich auf die Atmung konzentrierst, wie sie von alleine kommt und geht.

 

Du beobachtest die Gedanken und probierst diese nur zu beobachten und nicht weiter zu spinnen.

Du regierst einfach nicht.  Vielleicht stellst du beim meditieren fest das du hungrig bist. Du reagierst aber nicht und bleibst sitzen, gehst nicht zum Kühlschrank. Du konzentrierst dich wieder weiter auf deinen Atem.

Dann stellst du fest, dass dein Fuß juckt. Du reagierst wieder nicht, bleibst sitzen und kratzt  dich auch nicht. Du bleibst wieder ganz bei dir ohne dem jucken nachzugeben oder mit den Gedanken hängen zu bleiben. Du lässt das Jucken einfach vorbeiziehen.
Dasselbe Prinzip kannst du auch für Gedanken und Gefühle anwenden. Du empfindest zum Beispiel Wut. Du reagierst aber nicht, sondern beobachtest diese Wut einfach. Dann kommt eine schlechter Gedanke. Du beobachtest wieder...

Am Anfang ist es sehr, sehr schwer weil wir es  gewohnt sind immer sofort zu reagieren. Mit der Zeit wird es aber leichter und du kannst immer größere Abschnitte von Ruhe empfinden.

 

Am Anfang kannst du ruhig mit 5 Minuten und wenn es für dich angenehmer ist, auch im Liegen beginnen.  Nach einer Weile (Tage oder Wochen) wechselst du in die bequeme Sitzhaltung und verlängerst Stück für Stück die Zeit.

 

Wichtig ist: Lass deine Gedanken vorbeiziehen und beobachte nur!

 

Der Geist wird oft mit einem See verglichen.

Die ständigen Gedanken bewegen die Oberfläche wie Wellen. Werden die Gedanken weniger und kommen zur Ruhe, wird der See ruhig und klar, bis der Grund deutlich zu erkennen ist. Die Dinge können so gesehen werden, wie sie sind, ohne Verzerrung oder Trübung.

Tipps zum Meditieren...

Wann ist die beste Zeit zum Meditieren?

Meditation ist eigentlich immer möglich. Du solltest aber nicht müde sein. Nach dem Esssen ist es auch nicht empfehlenswert, da dein Körper mit der Verdauung beschäftigt ist. Für mich ist die beste Zeit gleich am Morgen nach dem Aufstehen, viele Meditieren aber auch am Abend oder Nachmittag. Probier aus, womit es dir am besten geht!

Wie lange soll ich meditieren?
Am Anfang genügen 5 Minuten. Das Wichtigste ist, dass du dran bleibst. Also Kontinuität geht vor Länge. Sobald du dich daran gewöhnt hast, kannst du 5 min. verlängern. 

 

Wie weiß ich, dass ich es richtig mache?
Es gibt kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist, dass du dich auf deinen Atem konzentrierst oder deine Gedanken "beobachtest". Wichtig ist beobachten und nicht auf die Gedanken reagieren und weiterspinnen. 

Vergiss alle Vorstellungen davon, wie Meditation sein soll oder wie du dich dabei oder hinterher fühlen sollst. Meditiere einfach nur, probiere es aus und du wirst schnell deinen Weg finden. Wichtig dabei ist, dass du Gleichmut bewahrst, auch wenn es nicht so einfach klappt.

 

Meine Gedanken drehen sich im Kreis und ich kann sie nicht stoppen:

Das Erfolgsrezept ist,  die Gedanken einfach nur zu beobachten. Durch das Beobachten und Bewusst-werden deiner Gedanken, werden sie allmählich von alleine weniger. Lasse sie fließen wie sie kommen und gehen. Das Ziel der Meditation ist, einen Gedanken-freien Zustand zu erreichen. Das erreichst du aber nicht indem du krampfhaft etwas stoppen willst.

 

Vorbereitung: 

Richte dir einen Platz zum Meditieren ein (Matte, Decke und eventuell ein Meditationskissen). Alles was du brauchst um dich entspannen und eine Zeit lang ruhig da sitzen zu können. Wichtig ist auch, dass dich in dieser Zeit niemand stört (Partner, Kinder, Telefon). Schließe die Augen und atme ein paarmal ganz bewusst ein und aus. Überprüfe während dessen noch einmal deine Körperhaltung: aufrechter Rücken, lockere Schultern, freier Brustraum, entspanntes Gesamtgefühl und schau das du in dieser Position zumindest 5 - 10 Minuten so bleiben kannst, ohne dich zu bewegen.

 

Los:

 Nachdem du die ersten tiefen Atemzüge genommen hast, bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bewusst bei deinem Atem. Spüre deinen Atem, wie er langsam in deinen Körper einfliesst und wieder ausfliesst. Achte auf jedes kleine Detail. Wie fühlt sich die Einatmung an? Wie fühlt sich die Ausatmung an? Wo fühle ich die Atmung? Wie ist die Qualität des Atems? Atme ich mehr in den Bauch oder mehr in den Brustraum? Aber beobachte nur und bewerte nicht. Das Ziel ist es, während der ganzen Meditation, deinen Atem bewusst zu beobachten.

 

Früher oder später, wahrscheinlich schon nach kurzer Zeit, werden dich deine Gedanken wieder davon ablenken. Das macht aber nichts, das ist ganz normal. Wenn das passiert, bringe deine Aufmerksamkeit immer wieder zurück, zu deinen Atem.

Positive Effekte...

  • Stärkt den gesamten Organismus und lädt die Akkus auf
  • Nervensystem kommt zur Ruhe
    • bei hohem Blutdruck
    • Schlafstörungen
  • gibt Gelassenheit und stärkt die Selbstbeherrschung
  • führt zu Ausgeglichenheit und Balance
  • hilft dabei nicht voreilig zu "reagieren"
  • Fördert das Konzentrations- und Leistungsvermögen
  • Verbessert das allgemeine körperliche, geistige und seelische Wohlbefinden
  • Erforscht die eigene Persönlichkeit
  • Hebt Selbstvertrauen, weil Kräfte und Stärken immer besser kennengelernt werden können. Und auch Schwächen besser verstanden und akzeptiert werden.
  • Körperbeherrschung
  • steigert die Kreativität
  • Lässt Bedürfnisse besser verstehen und fördert dadurch das „Gut – zu – sich – sein"

 

In der Meditation sollen wir also beobachten und auch hineinhören was unser Innerstes sagt.

Je öfter du übst umso leichter fällt es dir und umso leichter fällt es dir auch still da zu sitzen und nicht zu reagieren.

Mir hat die Vipassana Meditation dabei sehr geholfen.  Es war zwar sehr anstrengend und herausfordernd aber hier habe ich wirklich gelernt nicht immer gleich zu reagieren. Und wenn man beobachtet, vergeht jede Empfindung wieder von ganz allein. Für mich war in dieser Zeit sehr hilfreich, dass man schweigt, dadurch fiel es mir pesönlich leichter, nicht zu reagieren da ich mit niemanden darüber reden konnte. Ich war auf mich allein gestellt und habe auf mein Innerstes gehört. Wie gesagt eine tolle Erfahrung die sehr viel bringt und mich ein bisschen ruhiger gemacht hat. Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

 

Vielleicht probierst du es ja ab und zu aus zu meditieren und kannst für dich feststellen, dass du dadurch ruhiger wirst und es dir im Alltag hilft! Einen Versuch ist es auf alle Fälle wert und das Wichtigste ist dranbleiben und etwas Disziplin!

 

In diesem Sinne ein schönes Meditieren und falls dir der Beitrag gefallen hat oder hilfreich für dich war, freue ich mich über einen Kommentar von dir!

 

Bis bald und Namasté

 

Katrin

 

 

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